ABB GV – Profiteure?

Die ABB hat die Stromnetzsparte an «Hitachi» veräussert. Auf der Generalversammlung möchte ich das Thema «Profiteure» ansprechen. Vor allem geht es mir um Mitarbeitende. Sobald ein Geschäftsbereich abgestossen wird, führt das immer zur Umstrukturierung und oft zum Stellenabbau. Niemand ist gerne arbeitslos. Deswegen wagen zig Menschen den Schritt in die Selbständigkeit und geben letztendlich ihr Pensionskassenvermögen auf.

Mir ist dieser konkrete Fall bekannt: Nun gibt es zwei Rentnerinnen, die zerstritten und trotz langer Berufstätigkeit von Ergänzungsleistungen abhängig sind. Zur Unterstützung werden hier keine Auffanggesellschaften für ehemalige Mitarbeitende oder noch besser, keinerlei Neugründungen in Begleitung solcher ehemaligen Mitarbeitenden praktiziert, wenn diese noch nicht ihr Rentenalter erreicht haben oder weiterhin berufstätig sein mögen. Es wird hier vollumfänglich auf die Flexibilität von Mitarbeitenden gesetzt. Doch gerade im Alter gestaltet ich so etwas schwierig und bedeutet meist einen Rückschritt.

Warum sollen  lediglich Aktionäre und die Geschäftsleitung von Verkäufen profitieren? Welche Möglichkeiten gibt es besonders zu Gunsten gekündigter, älterer Mitarbeitenden das Knowhow in der Region zu halten und auszubauen? Politiker von Verwaltungsräten, vertreten meist die Unternehmensseite und führen kaum darüber hinaus Diskussionen .

Wieder habe ich ein Lied verfasst, passend auch, dass die Generalversammlung auf den Tag der Arbeit folgt;
www.zurfluh.de/arbeiten

Mein folgendes Gedicht, welche die Fragestellungen verpacken. Herr Voser hat das Thema souverän behandelt, den Weiterbildungsfaktor und die gesellschaftliche Verantwortung skizziert. Es ist «Wasser auf die Mühlen» meiner Weiterbildungspläne für Afrika.

Aktionäre vom Verkauf profitieren
vielleicht die Arbeiter verlieren
Sichern wir faire Chancen
für zukünftige Job-Allianzen
Damit das Wissen bleibt bestehen
wir hier neue Techniken sehen
Die Schlüsseltechnologie ist Energie
vergessen wir das nie
Lassen wir Angestellte eine Firma gründen
statt Sie nur zu schinden

Ich gehe zur Generalversammlung 2026 und habe mir als Thema die Dividendenpolitik vorgenommen.

Meine Gitarre musste ich an der Garderobe abgeben, die Verantwortlichen von ABB haben diesen Entscheid aufgehoben und ich hatte während des Aktionärfrühstücks viele gute Gespräche. Die Gitarre oder roter Hut, es wird sich an mich erinnert.

Die Frage habe ich gestellt, sie wurde ausführlich beantwortet, 275 Ingenieure hat ABB in der Schweiz angestellt. Wieviel wohl freigestellt? Und für die Wohnungslage könnte die ABB nichts, das Geld kommt vor allem der Industrie zugute.

ABB verkauft die Sparte Robotics für USD 5 Mrd. an die Softbank und macht gleichzeitig viele kleine Investments, hofft dort auf Synergien. Wobei der Arbeitsdruck im Kernbereich immer weiter steigen wird, die Zahlen müssen stimmen. Das der Stresspegel zurückgeht hoffe ich, denn bei Menschen ist es mit immer mehr Leistung schwierig, Burnout mehr als ein Schlagwort. Eine schöne GV.

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