Ein trauriger Anlass führt mir die Ungerechtigkeit unseres Gesundheitssystems vor Augen: Eine Bekannte erkrankt an Lungenkrebs, erhält die Standard-Chemotherapie und stirbt. Eine andere Bekannte kann sich für eine Million US-Dollar eine spezialisierte Behandlung in den USA leisten – und lebt. Diese Kluft zwischen medizinisch Möglichem und finanziell Erschwinglichem ist das zentrale Paradoxon unserer Zeit.
Wenn Patente für teure Krebstherapien auslaufen, schlägt die Stunde der Generika- und Biosimilar-Hersteller wie Sandoz. Für das Unternehmen, eine traditionsreiche Abspaltung von Novartis, die nun frisch als eigenständige Aktiengesellschaft am Markt ist, bedeutet dies einen riesigen Wachstumsmarkt. Doch während wir uns als Aktionäre über eine Dividende von 0,80 CHF freuen, bleibt Krebs für viele ein „grausames Sterben“, weil die Therapiekosten von oft 90’000 CHF pro Jahr für die Gesundheitssysteme kaum noch tragbar sind.
Gesundheit darf kein Privileg der Reichen sein. Wo die Schulmedizin zu teuer wird, tummeln sich oft Quacksalber mit falschen Versprechen. Echte Hilfe bietet jedoch nur die wissenschaftliche Forschung und der Zugang zu modernen Medikamenten. Damit Biosimilars diesen Zugang ermöglichen, braucht es teure Produktionskapazitäten und enorme Skaleneffekte, um die Preise drastisch zu senken. Doch die Abhängigkeit ist groß: Über 90 % der Vorstoffe kommen derzeit aus Asien – ein Risiko für die krisenfeste Versorgung schwerkranker Patienten in Europa.
Ein Bekannter übertrug mir seine Zutrittskarte für die Generalversammlung in Basel. Dort habe ich die kritische Frage gestellt: Ist Sandoz wirklich die Lösung oder nur ein etwas günstigerer Teil eines unbezahlbaren Systems?
Ich bin Reisejournalist und viel im Internet unterwegs. Die Herausgeber vom Tagesanzeiger haben sich mehr zu einen Online Unternehmen gewandelt. Plattformen wurden gekauft, das Anzeigenmarketing in der SMG Gruppe mit anderen Verlegern gebündetl.
Medienunternehmen haben eine gesellschaftliche Verantwortung, die wichtiger sein muss als die Rendite. Das scheint ein Traum zu sein. Zeitungen werden immer weniger gelesen, zu teuer, zu umständlich, ein Relikt aus alter Zeit.
Was macht das mit den Menschen, fehlende Haptik, stattdessen fokusiert auf einen Bildschirm.
Medienunternehmen erfinden sich neu und der Tagesanzeiger steigt in das Immobiliengeschäft ein. Ein spannender Ort für Voten an der GV.
Früher war meine Welt als Investor klar: Ich habe oft gute Kursgewinne erzielt. Damals war der Firmenwert eine verlässliche Zahl, die Bilanzen schienen unverfälscht. Wenn das Geschäftsumfeld passte, stiegen die Aktien. Meistens stieg ich ein, wenn die Aktien weit unter den Buchwert lagen. Doch diese berechenbare Strategie gehört der Vergangenheit an.
Heute erleben wir eine andere Ära: CEOs verwässern Bilanzen, Mitarbeiter werden zur reinen «Ressource» degradiert, die sich kaum noch mit dem Unternehmen identifiziert. Verwaltungsräte agieren oft wie treue Lakaien von Grossinvestoren und schleusen Geschäfte an den Kleinaktionären vorbei.
Richtige Sanierer gibt es kaum noch; die Strukturen sind undurchschaubar geworden. Meine alte Anlagestrategie ist hinfällig – ich habe konsequenterweise alle Aktien der GfIE übertragen, wo es um Human Imagination geht statt um reine Profitmaximierung.
Der Fall Oerlikon 2026: Ein industrielles Juwel wird versilbert Oerlikon ist in der Beschichtungstechnologie zwar Weltmarktführer, doch statt echter Innovation sehe ich eine Strategie, die eher an ein Casino erinnert: Startups kaufen, aufhübschen und wieder abstossen. Das Herzstück – die Barmag – ist jetzt weg. Ein echtes industrielles Juwel mit 100-jähriger Geschichte und Weltmarktführerschaft bei Chemiefaser-Anlagen wurde verkauft.
Auf der GV 2026 in Rapperswil werde ich mein Votum abgeben. Ich will nicht den schnellen Cashflow für Grossaktionäre und die Boni der Teppichetage sondern eine Zukunft.
Auf der GV hat Herr Süss die Situation erläutert: Beim Verkauf sollen die Aktionäre eine Rückzahlung erhalten. Zudem sei ein Industriekonglomerat in der heutigen Zeit nicht mehr überlebensfähig, da Fonds genau wissen müssen, was sie kaufen, und gezielt nach ‚Global Playern‘ suchen. Auf meinen Vorwurf von Lug und Betrug reagierte er sehr angegriffen. Drei Wochen später führten wir dazu ein persönliches Gespräch. Ich bewerte diesen Austausch rückblickend als Versuch, mich einzuhegen
Textilfertigung in der Schweiz beläuft sich auf eine wahre Herausforderung. Als eine nahezu unmögliche oftmals, zumindest ein Teil der Fertigung muss sogar ausgelagert werden. In der Modebranche ist besonders Marketing entscheidend. Wie ist Calida aufgestellt? Wir besuchten am 8. April 2025 die Aktionärsversammlung. Folgende Frage hatten wir vorbereitet – elegant verstaut wie ein Taschentuch für einen Auftritt, der mir wichtig war – die wir anschließend mit den Aktionären erörterten.
Wer gut schläft, lebt gesünder – und was wir nachts tragen beeinflusst unseren Schlafkomfort. Studien zeigen: Ein bequemer, temperaturausgleichender Pyjama kann die Schlafqualität um bis zu 15 %verbessern. Was sind 15% besserer Schlaf wert?
Calida setzt auf Naturfasern, wie Bio-Baumwolle. Hautfreundlicher, da diese ohne chemische Rückstände verarbeitet werden. Der Anbau von Bio-Baumwolle spart bis zu 90 % Wasser im Vergleich zum traditionellen Baumwollanbau und verbraucht weniger Wasser als synthetische Materialien wie Polyester. Zudem legt Calida besonderes Gewicht auf die Transparenz in der Lieferkette. Damit gewinnt Biobaumwolle an ethisch-entscheidendem Wert, doch sie ist auch 20 bis 30 %teurer als herkömmliche Baumwolle.
Ein Calida-Pyjama kann heute bis zu viermal recycelt werden, dank der Verwendung sortenreiner Materialien. Dennoch bleibt die Faserqualität eine erhebliche Herausforderung und oft auch ein Hindernis für den Recyclingprozess in der gesamten überwiegendenTextilindustrie.
Hier habe ich die Fakten erläutert, die im Marketing von Calida, abgesehen vom Bezug auf den Preiskampf, kaum eine Rolle spielen. Denn wo findet sich bei Calida ein Engagement, das die Stärken – guten Schlaf, Bioqualität und recycelte Fasern – ausspielt?
Ich bin Reisejournalist, Modereisen ist ein bedeutsames Portal von mir. Mode ist ein anspruchsvoller Markt. Calida hätte allerdings genügend Ressourcen, um neue Wege zu gehen! Sicherlich keine Konzentration auf Kernkompetenzen wären dazu erforderlich, sondern mehr Resilienz und gerne auch wieder ein Aktionärsgeschenk statt Rabatte.
Das KKL bot einen schönen Versammlungsort. Im Voraus informierte ich das Unternehmen über die Art meines Besuchs. Obwohl der Aktienkurs gefallen war, fanden nur wenige Diskussionen statt. Kein Aktionär erhält zudem ein Aktionärsgeschenk mehr. Ich beklagte mich in einer hingebungsvollen Ansprache über die Ideenlosigkeit der Firma.
Calida ist meiner Meinung nach fantasielos und inzwischen verstaubt. Finanzspezialisten dominieren ihre Geschäftsführung und Verwaltung. Aber vielleicht ist eine Aktionärsversammlung der falsche Ort, um Visionen und Strategien vorzustellen.
Dennoch, ich will es verneut versuchen. Die Läden stehen ich Fokus. Damit die Läden rentieren, braucht es Angebot, die Kunden in die Läden zieht, wie z.B. eine Hautanalyse für den richtigen Pyjama
Im April 2024 möchte ich an der Generalversammlung der Glarner Kantonalbank teilnehmen. Der Glarus hatte einen kurzzeitigen Hype mit der Schaffung von Bitcoins ausgelöst, bald scheiterte dieses Geschäftsmodell allerdings.
Damals, während meiner Studentenzeit, konnte ich mittels Mensakarten in der Kneipe zahlen. Schliesslich konnte jeder davon ausgehen, für eine volle Karte eine Mahlzeit zu erhalten. Ein solcher Schuldschein wäre theoretisch möglich, um dem Glarus zusätzliche Kaufkraft zu bringen.
Heute bestehen in der Schweiz Lunchchecks und Reka-Checks, die häufig vergünstigt abgegeben werden. Meiner Meinung nach könnten so auch zusätzliche Projekte im Glarner Land finanziert werden.
Meine Idee wurde ja 2024 abgeschmettert. Ich entschied mich darauf, wieder mit der Idee «vom Glarner Batzen» 2025 anzutreten. Im Vorfeld wurde mir gesagt, dass das Thema nicht auf dem Traktandum steht. Allerdings verfügt die Glarner KB über einen Nachhaltigkeitsbericht, worin es auch um soziale Entwicklung geht.
Also sprach ich auf der Aktionärsversammlung, dies wurde meiner Ansicht nach wiederum nicht genug gewürdigt. Die Begründung «deplatziert», steht nicht auf der Traktandenliste. Mein stilles Fazit auf diese Begründung hin:
Ein Tranktandum kann nur ein Grossaktionär oder der Verwaltungsrat vorschlagen. Dies stellt allerdings eine Untergrabung von Aktionärsrechten dar. Weiterhin bitte ich, zu kalkulieren: Meine Idee ist kostenneutral. Bei Verkauf werden beispielsweise CHF 10.–investiert, die bei Rückkauf wieder erhoben werden. Die Belastungen wären tragbar, also das Argument mit Kosten zieht bei mir kaum.
Gut, es war eine schöne Reise dorthin, und ich spielte gerne vor dem Versammlungsort.
Exkurs: Der Nea Taler – weshalb nur ein Gutschein?
Der Nea Taler erweckte meine Neugier; ich hoffte, in Bad Windsheim ein durchdachtes Beispiel für eine lokale Währung zu entdecken. Doch leider stellte sich heraus; im Kern handelte es sich lediglich um einen klassischen Geschenkgutschein, initiiert vom Landrat. Das System wirkte umständlich. Doch wo blieb der echte Nutzen? Wer profitierte wirklich davon?
Ich hatte mir mehr erhofft: eine echte Lokalwährung, die die regionale Wirtschaft stärkt und zirkuläres Denken anstösst. Weder die Sparkasse noch die Volksbank in Bad Windsheim mochten jedoch mit mir über weiterführende Ansätze sprechen.
Auf der Aktionärsversammlung der Glarner Kantonalbank skizzierte ich die Idee wie folgt, und darüber möchte ich reden.
Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich freiwillig mit einer lokalen Währung versorgen, dem Glarner Batzen. Der Batzen wird mit einem 10 % Abschlag ausgegeben, also beispielsweise im Wert von CHF 0.90. Er kann in der Region zirkulieren, verfällt nach einem Jahr und wird von der Glarner Kantonalbank mit einem 20 % Abschlag zurückgenommen, wonach er seinen Wert komplett verliert.
Wie in der Natur Früchte vergänglich sind, hat auch diese Währung ein natürliches Ende. Das Ziel: regionale Wertschöpfung stärken, bevor der Batzen „verfault“.
Ob der Nea Taler diese Idee aufgreifen könnte? Vielleicht. Aber dafür bräuchte es klare politische Unterstützung und engagierte Banken vor Ort.
Erneut möchte ich dieses Thema in der Schweiz im Oktober aufgreifen. Meine Absicht ist es, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, um die Idee einer echten Lokalwährung wieder ins Bewusstsein zu bringen. Denn gerade jetzt scheint die Zeit reif zu sein, die regionale Ökonomie neu zu denken und aktiv zu fördern.
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Die Links innerhalb des Textflusses führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte sowie zu weiterführenden Informationen.
Versehentlich wurde der Eintrag von der GV 2023 gelöscht.
So schweife ich in die Vergangenheit, darum bemüht, mich genau zu erinnern: Auf der GV thematisierte ich das Thema Privatrechte im öffentlichen Raum. Der UBS gehört angeblich das Trafo in Baden. Dies wurde allerdings weder bestätigt noch aberkannt.
Ich fragte überdies, ob es denn grundsätzlich richtig sei, Menschen aus einem öffentlichen Raum zu verdrängen sowie, ob man die Finanzen so hoch gewichten müsse, sodass «der Mensch» allenfalls zu kurz käme. Dieser Beitrag von mir wurde ignoriert, kein Echo erschallte. Dies war für mich irgendwie gleichzusetzen mit «der Nächste bitte».
Die GV arbeitete ich nach, ich erhielt dafür viel Zustimmung. Die Banker erachte ich allerdings als eine abgehobene Klasse. Ob uns diese Banker wirklich etwas nützen?
Abfuhr bei der UBS
Die UBS ist mit der Übernahme der Credit Suisse die einzige Grossbank in der Schweiz. Hauptthema was die UBS angeht; überrissene Lohnexzesse und Nachhaltigkeit. Mit meinem gesellschaftlichen Anliegen stand ich aber weitgehend auf verlorenem Posten, und auch hierzu erhielt ich leider keine Antwort. Umgekehrt wurde das Lied von mir später im Radio gespielt:
Auf das «Frage-Antwort Thema zurückkommend; erst auf mein Nachhaken hin antworteten sie, sie möchten sich nicht zu philosophischen Fragen äußern.
«Ist die UBS der wirkliche Besitzer des Trafo Versteckspiels?» «STW Baden -> Zurimo B» Aber nun zum nächsten Thema.
Weitere Fragen
Die UBS zahlt Aktionären Dividenden aus. Welche gesellschaftliche Verantwortung zieht sie, ..
..wenn Millionensaläre für staatlich geschützte Unternehmen bezahlt werden?
..wenn sich vor Verantwortung anhand Hausverbots versteckt wird?
..wenn die Aufarbeitung des Falls Mosambik andauert?
..wenn die Kommunikation zu Krypto verhalten ist?
..wenn Komplexität und Intransparenz in Finanzmarktsegmenten kritisiert wird?
Eine Lösung?
Ein Komitee mit Kundenverantwortung statt Lotterie-Finanzexperten; das hätte doch Potenzial!
Aktionärsversammlung 2025
Wann wird ein solches Expertengremium bestehen?
Wie dem auch sei, man sollte ja froh sein, dass es noch Aktionärsversammlungen gibt, und und so plante ich für 2025 schon meine Rede, meine Kritik habe ich eingereicht.
Wem gehört der öffentliche Raum? Mit Blick auf die Zukunft: Wie lange wird die UBS wohl noch von Führungskräften beeinflusst, deren Führungsstil an das Regiment eines Lagerkommandanten erinnert? zurfluh.de/lagerkommandant
Die Eigentümerstruktur der UBS ist komplex und für Einzelpersonen oft schwer zu durchschauen, da bedeutende Anteile von Investmentfonds gehalten werden, deren wirtschaftliche Eigentümer nicht immer transparent sind. Das Wort «Schuld» gehört zwar einzig und allein ins Strafrecht, aber im Lied ist «Schuld» mit «fehlender Verantwortung» gleichzusetzen: zurfluh.de/volk-ist-schuld
Nur, indem alles so weiter geht, werden wir sicherlich die Leidtragenden eines Systems, das Reiche unterstützt. Von einem, das uns unterdrückt, und wo die Bank keine Bank mehr ist. Ob die Unübersichtlichkeit gewisser Bankgeschäfte besungen wurde? Oh ja, und wie! Hier; zurfluh.de/lass-reiche-sein.
Und was das Übernehmen von Verantwortung anbelangt, die UBS sackte dank der Credit Suisse viel Geld ein und lässt die Schlitzohren ruhen, United Banks of Switzerland. Mosambik lässt grüssen – bis zur Klärung; zurfluh.de/mosambik
Und schliesslich zur Kadervergütung der UBS: Angesichts der Unternehmensleistung und des gesellschaftlichen Kontexts ist diese schlichtweg überzogen, der Vergleich mit Künstlerhonoraren ist absurd. Hierzu mein Song: «Ich erschiesse dich, sonst macht es ein anderer;» zurfluh.de/crazy
Ich habe bald erkannt, dass wieder keine Antwort ausfällt. Dies ist ein deutliches Zeichen von Ignoranz und offenbart gleichzeitig eine bemerkenswerte Kurzsichtigkeit im Umgang mit den Aktionären und Kunden. Ich habe diesmal wieder eine emotional aufgeladene Rede gehalten, ungeachtet der spürbaren Reserviertheit der selbstgefällig agierenden Versammlungsführung. Ich bin immerhin dort gewesen und habe versucht, mit dieser vermeintlich reichen Elite in Kontakt zu treten, ihnen einen Impuls zu geben, sie zu beeinflussen und vielleicht sogar zu bewegen – vergeblich, wie es scheint.
Diese Erfahrung hat mir wieder einmal gezeigt: Mit Wut lässt sich nichts machen. Dennoch habe ich einen inneren «Wut-Mut-Anfall» durchlebt und schliesslich vor der Halle gespielt, hat mir gutgetan. Auch die konstruktiven Gespräche, die dadurch entstanden sind.
Wenn es um das Konzept des Familienunternehmens geht, scheinen viele Leute davon auszugehen, dass es sich um eine ideale Situation handelt. Sie sind der Meinung, dass Familien ihre Unternehmen ohne Mitbestimmung und ohne Erbschaftssteuern weitergeben können sollten. Leider ist diese Denkweise veraltet und verkennt die Realitäten unserer modernen Welt.
Mäzenatentum hatte in der Vergangenheit seine Zeit, aber heute isrt das weitgehends vorbei. Familien verstehen, dass ein Unternehmen mehr als Sentimentalität braucht, um erfolgreich zu sein – es gibt finanzielle und administrative Komplexitäten, die berücksichtigt werden müssen. Zum Beispiel zählt die Rendite – wenn die Gewinne bestimmte Schwellenwerte nicht erreichen, wird jedes Unternehmen kämpfen, unabhängig davon, wem es gehört oder wie viel emotionalen Wert es für die Familie hat.
In vielen Familienunternehmen spielen Mitbestimmung der Mitarbeiter keine Rolle, bei der Demokratie zählt das Ansehen und mit Geld können Politiker gefügig gemacht werden. Nachdem jede Pflicht zur Transparenz entfällt, ist es schwierig Korruption zu analysieren. Familien treffen oft alleine Entscheidungen und verteidigen ihre Macht.
Dies kann zu einem ungerechten Umfeld führen und die Lebensgrundlagen der Menschen gefährden, weil der Egoismus obsiegt. Darüber hinaus führt der Mangel an Konsultation dazu, dass potenzielle Chancen nicht genutzt werden, da die am stärksten vom Unternehmen Betroffenen kein Mitspracherecht bei der Führung des Unternehmens haben.
Das bedeutet nicht nur, dass die Demokratie in Familienunternehmen missachtet wird, sondern auch, dass dem Staat Geld entzogen wird. Wenn das Unternehmen weiter vererbt wird, fallen kaum Erbschaftssteuern an. Demokratische Regierungen verzichten auf viel Geld, um Arbeitsplätze zu erhalten.
Unternehmensgründer bauen selten Genossenschaften auf, an denen sich Mitarbeiter oder Kunden beteiligen können. Oft sind es Stiftungen, die selten demokratisch oder transparent sind. Pensionskassen werden häufig genutzt, um die Renten der Arbeitnehmer zu verwalten, und das Geld im Unternehmen einzusetzen, wieder unter Kontrolle der Familie.
Ich rede gerne von Transparenz. Bei Familienunternehmen fehlt diese und dennoch wird diese Unternehmensform nur gelobt. Verantwortung wird weitergegeben. Doch es ist ein
Feudalismus, der schädlich für die Demokratie ist. Reichtum beruht auf Herkunft, und kann durch den Staat nur schwer umverteilt werden. Leistung wird durch solch feudalistische Strukturen erschwert.
Bei meiner Initiative Nano-Kapitalismus diskutiere ich die weitgehende Abschaffung vom Erbe und eine Verteilung des Vermögens. So haben viele bessere Startchancen.
https://regierungsrat-aargau.ch/nano-kapitalismus
Wir können auch die Marktregeln betrachten, die eben wenig gelten.
In unserer Demokratie müssen wir Vermögensverteilung offensiv diskutieren. Vielleicht entstehen Wege, die Macht der reichen Familien zu begrenzen. Unsere aktuellen Rahmenbedingungen für die Kontrolle von Kapital sind da ungenügend.
ABB ist für die Energietechnik ein Weltunternehmen. Es konzentriert sich mehr auf die Themen Elektrizität und Automation. Dort liegt immer mehr der Schwerpunkt auf Software.
Ein Nachbar meinte, da bleibt bald nicht mehr viel übrig. So hatte ich mich für einen Redebeitrag entschlossen. Thema, die Aushöhlung, die Zukunft der Energiestadt Baden. Das mit einem Lied.
Die Antwort ist wie erwartet ausgefallen, man glaubt das Geschäft zu stärken. Zwei weitere Fragen sehen das kritisch, zum einen warum ein Unternehmen mit 25% Marge ausgliedern und zum anderen, dass Knowhow verloren geht, gerade bei Elektroladestationen, die ABB forciert.
Fragen aus dem Publikum beleben eine Versammlung, das Management muss Stellung nehmen, auch wenn es nicht geprüft werden kann. Vor allem, wenn auf mangelnde Synergie hingewiesen wird. Oder auf die Strategie, ein schweres Thema.
Die Einladung zur Generalversammlung kam: ins Trafo Baden – ein öffentlicher Veranstaltungsort, doch für mich mit Hausverbot belegt. Ich wandte mich an Accelleron, bat um eine Teilnahme trotz Ausschluss. Doch das Unternehmen zeigte weder Interesse noch Engagement an einer Lösung. Keine Kontaktaufnahme mit der Verwaltung, keine virtuelle Lösung, keine Zutrittskarte für mich.
Ich griff zur superprovisorische Verfügung – abgelehnt, zuständig sei das Handelsbgericht. Ich suchte wieder nach einer einvernehmlichen Lösung, schliesslich wurde mir ein Gespräch mit dem Verwaltungsratspräsidenten angeboten – zwei Wochen nach der GV.
In der Zwischenzeit geschah das Gegenteil von Entspannung: Accelleron liess über seine Anwälte reagieren. Ich wurde beim Handelsgericht plötzlich als Gesuchsteller geführt, obwohl eigentlich Accelleron klagte. Das Gericht urteilte gegen mich – und legte mir als Gesuchsteller die Verfahrenskosten auf.
Ich zog vors Bundesgericht. Auch dort: Abweisung. Keine unentgeltliche Rechtspflege, keine Chance auf eine inhaltliche Revision. Jetzt bleibt mir das Erlassgesuch – weil ich schlicht dafür nicht zahlen will – doch auch das wird abgelehnt.
Die Ausplünderung geht weiter. Der gesamte Gewinn des Unternehmens wurde 2025 als Dividende ausbezahlt. Dagegen hat niemand opponiert. Und wer hätte das für mich gemacht, Gesang, um zu bewegen?
Kritische Aktionäre werden mit juristischen Mitteln ferngehalten. Alles rechtlich ok. Der Verwaltungsrat hat alleiniges Entscheidungsrecht. Wirtschaftsdemokratie? Beim Gespräch mit dem Verwaltungsratspräsidenten, zwei Wochen nach der GV, allgemeines Geplänkel. Die GV wird wieder im Trafo stattfinden und sicherlich nicht virtuell. Zur Strategie der Accelleron wird auf den Geschäftsbericht verwiesen. Das Interesse an meinen Anliegen gleich Null.
Barry Callebaut zählt zu den weltweit wichtigsten Kakaohändlern. in jedem Glied der Wertschöpfungskette verwirklicht das Unternehmen Aktivitäten. Es verfügt über eine bedeutende Verarbeitung, insbesondere als Outsourcing für andere Marken.
Dessen Aktie kostet über CHF 2000.-, Hauptaktionär ist die Jacobs Stiftung. Diese engagiert sich leicht in der Förderung von Kindern und Jugendlichen. CHF 43 Mio. kosten der Stiftung die Aufwände für Personal und Spenden, ihre Steuerersparnisse dürften wesentlich höher sein. 2019 hat die Jacobs Stiftung viele Aktien abgestoßen und dürfte darüber hinaus 1,5 Mrd. flüssige Mittel verwalten. Das Klumpenrisiko sei aber (angeblich) zu hoch.
Redner sind auf der GV nicht vorgesehen. Ich gab dennoch meine Rede ab, und das einzige Echo kam zurück als, «wir arbeiten dran.» Die Aktionäre liebten das Dessert-Buffet, sie durften davon einpacken, und nach 30 Minuten war nichts mehr davon übrig. Offenbar zeigt sich das Unternehmen immer weniger großzügig. Das Aktionärsgeschenk übergab ich der «Gwundertüte», einer Eisdiele in der Region.
Der CEO eines Unternehmens mit 12’000 Mitarbeitern hält CHF 16 Mio. für einen marktgerechten Lohn. Irgendwie wirkte all dies auf mich wie ein Hohn; für die Kleinaktionäre ein schöner Anlass, an Reden von Besuchern kein Interesse, «die stören scheinbar nur.»
Für diesmal nahm ich mir drei Jahre später, an der Generalversammlung 2022 vor, die Situation im Kongo anzusprechen, 25 Millionen Menschen sind dort schliesslich vom Hunger bedroht. Ich reichte meine Frage dazu ein, dem Verwaltungsrat – so schien mir ganz klar – blieb für eine fundierte Antwort genügend Zeit. Stattdessen vernahmen wir nur ein bisschen allgemeines Gerede über Nachhaltigkeit, keine Zahlen, keine Daten, nichts. Überdies verstanden die Teilnehmer dank schlechter Technik hinten nichts.
Diesmal gab es auch kein Dessert-Buffet, zwei Redner beklagten sich; «der Verwaltungsrat versprach dies nächstes Jahr wieder einzuführen.» Denn die Aktionäre erachteten sich als billig abgespeist. Lediglich Kaffee, Tee, Mineralwasser, Apfelsaft und ein paar Schokolädchen, die sich die Teilnehmer fleißig rafften.
Barry Callebaut ist der grösste Kakaohändler weltweit und ein bedeutender Lieferant für Konditoren. Wie sieht es mit dessen Verantwortung aus? Für das nächste Mal an der GV werde ich wohl einen Antrag stellen und vorher den Geschäftsbericht lesen.
Nun habe ich für die GV 2023 den Geschäftsbericht durchgearbeitet und mich gefragt, wer eigentlich alles von Barry Callebaut profitiert. «Vielleicht die Aktionäre etwas zu viel?» Es sind 50% der Lohnsumme, die in die Rachen der Aktionäre fliessen. Aber die Kakaobauern leben unter prekären Umständen, während wir im Wohlstand ertrinken.
Ich habe das mit Zahlen erläutert, doch bin zu wenig ins Detail gegangen, um damit Lösungen aufzeigen zu können. Nächstes Jahr sollte ich konkrete Forderungen stellen, die für mehr Verteilungsgerechtigkeit sorgen.
Im Vorfeld habe ich die Teilnehmer mit meinen Liedern unterhalten wollen. Dazu habe ich am Stehtisch kleine Schokotafeln aufgebahrt und angeboten, während mein Tablet eine kleine Holzkiste mit vielen Schokotafeln abgedeckt hat. Das hat zu gereizten Protesten geführt. Ich habe die Schokotafeln halt dosiert verteilt, während dies einigen nicht genug gewesen ist. «Manche können den Hals nicht voll kriegen.» ;->
An der Generalversammlung ist eine Stunde lang um eine Erhöhung der Dividende gestritten worden; dies, um einen Ausgleich für den stark gefallenen Aktienkurs zu erzielen: «Um den Unternehmenswert zu steigern, sollte das Geld im Unternehmen arbeiten.» Der Antrag wurde allerdings haushoch abgelehnt. Zumindest eine prall gefüllte Tasche mit Schokolade und Backmitteln haben die anwesenden Aktionäre bekommen.
Die Aktionärsversammlung 2024 hat nur virtuell stattgefunden. Ich fühle mich dabei nicht wohl und habe mich wohl daran gewöhnen, keinen Kontakt mehr mit anderen Aktionären zu pflegen. Ich habe das kritisiert, auch dass der Aktienkurs seit einem Teilausstieg der Jakobsstiftung um 40Prozent gefallen ist. Ob sich der Kurs wieder erholt?
Jetzt zu meiner Frage, die kaum beantwortet worden ist:
Wie vermag man es, Kakaobauern aus der Armut zu führen? Der Staat benötigt finanzielle Mittel für Infrastruktur, wie wird Ghana unterstützt, insbesondere durch Steuern? Wie unterstützen wir die Kakaobauern? Andere Kaufquellen, Landwirtschaft mit mehr Biodiversität hinsichtlich Obstbäume, Edelhölzer, Kleinviehzucht, Gemüse? Durch den Tourismus müsste man was, wie, wo ändern?
Was zeichnet eine moderne Kakaofarm aus? In den Unterlagen äussern sie sich über wirtschaftliche Kriterien, wie Lage, Dünger, Management; was für eine Rolle könnten hier Genossenschaften, eine meiner Meinung nach ideale Gesellschaftsform, spielen?
Antworten hinsichtlich hoher Kakaopreise und neuer Anbauflächen, worauf auch Trockenheit vorhanden sein kann; wird der CEO mit Ministern in der Elfenbeinküste ermitteln.
aus Wikipedia: Mehrere Faktoren tragen zu schlechten Ernten und Engpässen bei der Versorgung mit Kakaobohnen bei. Zu den direkten Ursachen zählen Unterinvestitionen in alternde Plantagen (aufgrund chronischer Armut der Bauern), durch den Klimawandel bedingte Wetterbedingungen und die Viruserkrankung „geschwollene Triebe“
Mein Fazit; unbedingt müssten sich die Bedingungen der Kakaobauern bessern, mehr Forschung sollte betrieben werden, damit Plantagen resilienter werden, dies besonders durch mehr Biodiversität. Verstehen besagte Manager etwas über und rund um Kakao? Vor allem über jene Menschen, die ihn anbauen und jene, die innert der Lieferkette arbeiten? Oder verstehen sie hauptsächlich etwas von Zahlen, Geringfügiges vom Rest?
Die ABB hat die Stromnetzsparte an «Hitachi» veräussert. Auf der Generalversammlung möchte ich das Thema «Profiteure» ansprechen. Vor allem geht es mir um Mitarbeitende. Sobald ein Geschäftsbereich abgestossen wird, führt das immer zur Umstrukturierung und oft zum Stellenabbau. Niemand ist gerne arbeitslos. Deswegen wagen zig Menschen den Schritt in die Selbständigkeit und geben letztendlich ihr Pensionskassenvermögen auf.
Mir ist dieser konkrete Fall bekannt: Nun gibt es zwei Rentnerinnen, die zerstritten und trotz langer Berufstätigkeit von Ergänzungsleistungen abhängig sind. Zur Unterstützung werden hier keine Auffanggesellschaften für ehemalige Mitarbeitende oder noch besser, keinerlei Neugründungen in Begleitung solcher ehemaligen Mitarbeitenden praktiziert, wenn diese noch nicht ihr Rentenalter erreicht haben oder weiterhin berufstätig sein mögen. Es wird hier vollumfänglich auf die Flexibilität von Mitarbeitenden gesetzt. Doch gerade im Alter gestaltet ich so etwas schwierig und bedeutet meist einen Rückschritt.
Warum sollen lediglich Aktionäre und die Geschäftsleitung von Verkäufen profitieren? Welche Möglichkeiten gibt es besonders zu Gunsten gekündigter, älterer Mitarbeitenden das Knowhow in der Region zu halten und auszubauen? Politiker von Verwaltungsräten, vertreten meist die Unternehmensseite und führen kaum darüber hinaus Diskussionen .
Wieder habe ich ein Lied verfasst, passend auch, dass die Generalversammlung auf den Tag der Arbeit folgt; www.zurfluh.de/arbeiten
Mein folgendes Gedicht, welche die Fragestellungen verpacken. Herr Voser hat das Thema souverän behandelt, den Weiterbildungsfaktor und die gesellschaftliche Verantwortung skizziert. Es ist «Wasser auf die Mühlen» meiner Weiterbildungspläne für Afrika.
Aktionäre vom Verkauf profitieren
vielleicht die Arbeiter verlieren
Sichern wir faire Chancen
für zukünftige Job-Allianzen
Damit das Wissen bleibt bestehen
wir hier neue Techniken sehen
Die Schlüsseltechnologie ist Energie
vergessen wir das nie
Lassen wir Angestellte eine Firma gründen
statt Sie nur zu schinden
Ich gehe zur Generalversammlung 2026 und habe mir als Thema die Dividendenpolitik vorgenommen.
Meine Gitarre musste ich an der Garderobe abgeben, die Verantwortlichen von ABB haben diesen Entscheid aufgehoben und ich hatte während des Aktionärfrühstücks viele gute Gespräche. Die Gitarre oder roter Hut, es wird sich an mich erinnert.
Die Frage habe ich gestellt, sie wurde ausführlich beantwortet, 275 Ingenieure hat ABB in der Schweiz angestellt. Wieviel wohl freigestellt? Und für die Wohnungslage könnte die ABB nichts, das Geld kommt vor allem der Industrie zugute.
ABB verkauft die Sparte Robotics für USD 5 Mrd. an die Softbank und macht gleichzeitig viele kleine Investments, hofft dort auf Synergien. Wobei der Arbeitsdruck im Kernbereich immer weiter steigen wird, die Zahlen müssen stimmen. Das der Stresspegel zurückgeht hoffe ich, denn bei Menschen ist es mit immer mehr Leistung schwierig, Burnout mehr als ein Schlagwort. Eine schöne GV.