Credit Suisse GV Transparenz

Bei der Credit Suisse wollen wir an der Generalversammlung 2018 wissen, wie es mit Anlageprodukten aussieht, welche den Kunden verkauft werden. Zum Thema folgende Problemstellung:

Werden die Produkte nicht unnötig kompliziert, wer prüft die Risiken, wer entscheidet über die Aufnahme ins Portfolio und versteht diese wirklich der Kunde? Strukturierte Anlageprodukte habe ich immer als sehr verwirrend empfunden.

Ich denke es ist an der Zeit, Dinge wieder einfacher und leichter verständlich zu konzipieren. Damit werden schlussendlich Risiken minimiert, denn die Produkte können leichter geprüft und erklärt werden. Aus einen Buch von Robert Misik habe erfahren müssen, dass es für die Bankprodukte keinerlei externe Kontrolle gibt.

Den Vortrag gestaltete ich mit meinen Lied „Auf zur Bank“, die Gitarre wurde nicht erlaubt, ich musste also singen, dafür konnten sich die Zuhörer mehr auf den Text konzentrieren, die letzte Strophe habe ich nicht vorgetragen, die finden Sie auf meiner Webseite (es hat drei Versionen)
www.zurfluh.de

Ich stellte die Fragen nach Verständlichkeit, Transparenz und externe Kontrolle der Anlageprodukte, die sehr allgemein beantwortet wurde. Zum Punkt „externe Kontrolle“ musste ich mangels Antwort nachhaken, Urs Rohner meinte es gibt keine externe Kontrolle.

Das wäre doch eine Chance für ein NGO Banken zu zertifizieren, wie dies auch bei Fairtrade Produkten der Fall ist. Viele Geschäfte gerade für Grossunternehmen werden durch Banken ermöglicht. Das könnte auch den Banken helfen Risiken zu minimieren.

Es hatte gute Redner zur Vergütung und verantwortungsvoller Geschäftspolitik. Der letzte Redner traute sich sogar, die Aktionäre zu bitten, statt abzustimmen den Saal zu verlassen und somit den Unmut über die riesigen Managerbezüge zu äussern. Wir haben zu zweit den Saal mit den Füssen abgestimmt, obwohl alle 1178 Aktionäre lediglich 1% der Stimmen vertreten haben.

2019 hatte ich ein Lied zu Mosmbik entworfen. Am Ende suche ich auch hier eine Möglichkeit die Bildung zu fördern. Alfred Escher hat mit Gründung der Schweizer Kreditanstalt den Wohlstand initiiert, hier mein Redebeitrag und die folgenden Details an die Investorrelations
Credit Suisse -> Credit Mosambik?

Generalversammlungen sind ein Mittel demokratischer Kontrolle, auch wenn gilt, wer zahlt befiehlt. Wir leben jedoch in Demokratien, wo Mehrheiten entscheiden. Daher ist eine verantwortungsvolle Unternehmensführung wichtig sowie die Akzeptanz in der Gesellschaft. Wie sich die Wirtschaftsdemokratie entwickeln wird, wissen wir nicht, es bleibt zu hoffen, dass Generalversammlungen transparenter werden und die Unternehmensführung dort ehrlich informiert. Diesen Eindruck hatte ich von der Credit Suisse nicht. Die Anzahl Voten wird von den Teilnehmern kritisiert, Klima, Mosambik und Abzocker wurden mehrmals debattiert. Doch stattdessen sollten die Buffets vorher eröffnet, denn für viele Aktionäre ist eben auch das Essen wichtig.

Die Generalversammlung ist sehr gut organisiert gewesen, die Mitarbeiter zeigten sich sehr engagiert und ich konnte viele konstruktive Gespräche führen. Gerne komme ich wieder an die Generalversammlung der Credit Suisse.

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